Die aus Nizza stammenden Riquier waren unter den ersten in Eze bekannten edelmännern und der Ort war ihr ältester sitz ausserhalb Nizzas. Ihre herrschaft dauerte vom XIII bis zum XVI jahrhundert. Es war einer der letzten besitzer des hauses Riquier, der eine Fontäne in italienischem stiel erbauen liess, im jahre 1930. Davor wurde die wasserversorgung des ortes ausschliesslich durch zisternen gesichert. Erst 1952 kam fliessendes wasser auch in die häuser. Es gibt in Eze auch andere bedeutunsvolle gebäude, vor allem das Chêvre d'Or die Goldene ziege. Der name des fabeltieres, welches unvorsichtige schatzsucher in die irre führte. Oder das Château Eza, der ehemalige sitz des prinzen Wilhem vom Schweden von 1923 bis 1953. Die erdgeschosse, zu künstlerateliers und boutiquen umgewandelt, dienten ursprünglich als weinkeller und tierställe. Man muss sich gässchen vorstellen, in welchen esel, die von den terrassenförmigen feldern des
Aighettatales ader Saint Laurent d’Eze zurückkamen, beladen mit feigen, karuben, oliven und frückten, wie die mandarinen aus Eze. Die kapelle Ste Croix, auch unter dem namen Chapelle des Pénitents Blancs, bekannt seit 1306, soll eines der ältesten gebäude der gemeinde sein. Dort versammelten sich die Monche des ordens der Pénitents Blancs, die aussätzigen und pestkranken hilfe leisteten. An dee form ihrer glocke, erkennt man das Eze bis ende des XIV jahrhunderts der province angehörte. In dieser kapelle wählten die einwohner von Eze einstimmig am 15 und 16 april 1860, den anschluss an Frankreich. Sie enthält heutzutage reiches mobiliar und vor allem ein kruzifix das Ludovic Brea zugeschrieben wird. Die Kirche Notre Dame de l'Assomption, mit deren bau 1764 begonnen wurde und deren einweihung 1772 stattfand, ist wegen ihrer barocken ausstattung bemerkenswert. Ein ägyptisches kreuz erinnert daran das Eze seinen namen auf die geheimmisvolle göttin Isis zurückführt. Nach der legende haben die Phönicier hier einen tempel zu ihren ehren errichtet. Auf dem kleinen terrassenförmigen friedhof, ruht der bekannte schauspieler und komiker Francis Blanche seit 1974.
Auf dem gipfel des ortes, 429 meter über der meeresspiegel, wo kakteen und die reste eines schlosses in den himmel ragen, hat man einen aussergewöhnlichen panoramablick über die Französische Riviera. Die Ruine gibt zeugnis der zerstörung durch die soldaten von Ludwig XIV in 1706. 1949 wurde der Exotische Garten, von dem landwirtschaftsingenieur Jean Gastaud, angelegt, mehrere hundert verschiedene pflanzen sind hier zu bewundern. Diese agaven, diese aloes, diese euphorbnen und die kakteen wie die Opuntia tunicata mit ihren durchsichtigen stacheln, in denen sich das licht des mittelmeeres spiegelt, sie wachsen
und vermehren sich in den verbleibenden ruinen. Sie illustrieren auf ihre weise die devise der gemeinde: "Moriendo Renascor", "im sterben werde ich wiedergeboren".